Was man versprochen hat, soll man bekanntlich auch halten. Die Serie zum Surface Book Review geht weiter. Ging es beim ersten Teil noch ...

Oberflächlich betrachtet - III


Was man versprochen hat, soll man bekanntlich auch halten. Die Serie zum Surface Book Review geht weiter. Ging es beim ersten Teil noch um den Bestellprozess, hat der zweite Teil mehr das verfehlte optische Design und das versöhnende Display im Fokus.
Als ich mit der Serie anfing, dachte ich noch, dass es nicht mehr als zwei Blog Posts werden. Falsch gedacht, es gibt mehr zu berichten als  angenommen. Täglich kommen neue Dinge zum Vorschein, die wie der "kleine Hunger" um die Ecke schauen und freundlich winken.

"Huhu, da ist noch was, schreib auch über mich."

Gerade eben erst habe ich bemerkt, dass die Lüfter auch mal arbeiten möchten. Ganz ungeniert geht das Gebläse an und fiept frisch fromm fröhlich frei sein Liedchen. "DumdiehhiehhDumDiieehhDei" Was soll das denn? Da war keinerlei Last auf dem Gerät. Bist du sauer, dass ich schon lange keinen Lüfter mehr gehört habe, weil ich Windows nicht gestartet habe? Vollpfosten...

Zur Sache...

Wie im vorherigen Blog Post versprochen, geht es heute um den Grund, warum ich nicht(!) auf dem Surface Book geschrieben habe.
Der ein oder andere kennt mich und kennt auch meine Aversion gegen Tastaturen, die einfach nur billg wirken. Vor vielen Jahren fing das an, als ich nach einer endlos langen Serie von ziemlich menschen unwürdigen Tastaturen die erste Laptoptatstatur vom Sony Vaio in den Händen hielt. Boah, was für eine Schmeichelei an den Fingern. Ja und seither habe ich so meine Probleme, wenn die Tasten, die das Leben bedeuten, einem das Gefühl geben, man würde auf Kronkorken herumtrommeln. Da lob ich mir die hochwertigen Tastaturen, die einem das Schreiben angenehmer machen. Ja klar, das ist alles sehr subjektiv, aber wer möchte mir verbieten zu sagen, dass ich die Lenovo Tatstaturen  als einen Graus wahr nehme - keiner - Hehe.



Und wie ist das jetzt mit dem Surface Book. Naja, wie man's nimmt. Wer auf einfach steht, der ist gut beraten. Die Tasten fassen sich zwar genau so nett (die kleine Schwester von Sch....) wie das Gehäuse an, sie tippen sich ziemlich gut und auch das Geräusch ist halbwegs in Ordnung. In Summe könnte man meinen, es ist eine Tschibo Tastatur, nicht ganz billig aber auch nicht die Oberklasse. Eben was für den typischen Manager, der sie nicht oft benutzt, aber damit schmücken möchte.

Ihr hört schon, irgendwas kommt doch noch. Richtig, das super coole Feature, was einigen Herstellern noch fehlt und was andere Hersteller einfach um Längen besser machen. Die Beleuchtung der eizelnen Tasten. Wow, was für ein Reinfall - sorry Leute, da hat offenbar der Kollege aus der Designabteilung gedacht: "Hey noch ein bisschen mehr Grau könnte dem Gerät wirklich gut tun."
Ihr glaubt es mir nicht? Hier ein Bild, welches unter völlg normalen Bedingungen aufgenommen wurde, nichts geschönt, nichts retuschiert.



Einige Kollegen können ja blind schreiben, ich nicht und ich kann vor allem dann nicht schreiben, wenn die Tasten quasi ausgeblendet sind. Das ist mein Problem, aber mit Sicherheit auch das anderer User.

Was höre ich da... "Dann schau doch anders rauf, in einem anderen Winkel." Ja geile Idee, dann sollte man das Display aber etwas weiter nach hinten klappen können, was aus Gründen der Stabilität und des Schwerpunktes nicht geht - wogegen ich übrigens nichts habe.

Um der Sache ein bisschen entgegen zu kommen möchte ich positiv erwähnen, dass in einer angemessenen Dunkelheit die Tasten mit Beleuchtung recht gut erkennbar sind, leider halt nur dann. Tagsüber verschwindet die Beschriftung und das ist nicht lustig. Gönnt dem Gerät ein Tageslichtsensor, oder nutzt den schon eingebauten, um die Helligkeit der Beleuchtung am Tage zu regeln, just a hint.

Ach und noch ein kleiner Hinweis... Auch wenn es am Akku lutschten mag, lasst die Beleuchtung an, wenn sie eingeschaltet ist. Dieses An und Aus nervt schlichtweg.

Noch etwas Positives heute? Ja, etwas wirklich Kleines. Das Trackpad tut seine Arbeit recht angenehm. Es spricht schnell an und es fehlen lauter hübsche Gesten. Das Scrollen ist von Applikation zu Applikation anders, meistens flüssig ab und zu viel zu ungenau. (*"Du wolltest doch was Positives schreiben" - "Hab ich doch, das Trackpad funktioniert besser als erwartet"*). Auch die Oberfläche des Trackpads ist suboptimal. Es fehlt ihr an Glätte. Wenn man etwas anklickt, gedrückt hält und dann verschieben möchte schlägt der Stick-Slip-Effekt voll zu. Und dann klingt das Verschieben, als hätte man die Flatulenz.
Hihi... ich stell mir das gerade im Meeting vor. Lauter seriöse Herren, jeder hat ein hübsches Device vor sich zu stehen und der Kollege mit dem Surface Book möchte etwas präsentieren. Puups... peinliche Blicke... weiter im Text... Kicher.

Keine Angst, am MacBook passiert das auch manchmal.

Puups... grunz

~janekf